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So gefährlich kann Augenreiben sein...

Keratokonus durch Augenreiben

Die Gründe für das Augenreiben sind sehr unterschiedlich. Bei Müdigkeit, trockenen Augen oder Allergien reiben sich viele Menschen aus Gewohnheit oder bei gefühltem Juckreiz die Augen. Dabei bringt das Augenreiben keine wirkliche Besserung sondern Gefahren mit sich.

Augenärzte kennen die gefürchteten elf Feinde des Auges: zehn Finger und ein Tuch. Um unsere Augen zu schützen, sollten wir regelmäßiges Augenreiben unbedingt unterlassen. Nicht nur, dass Bakterien leicht über die Hände ins Auge geraten und Infektionen hervorrufen können - die Hornhaut kann sich irreversibel vernarben.

Welche medizinischen Risiken ein zu starkes Augenreiben haben können, darüber tauschten sich im Juli 2019 renommierte Augenexperten auf einem internationalen Technology Users Meeting in Amsterdam aus. Wer regelmäßig seine Augen intensiv reibt, verletzt die Hornhaut und riskiert eine gefährliche Verformung der Hornhaut.

Dr. Jan Daniel hat sich auf die Behandlung der Hornhauterkrankung, Keratokonus, spezialisiert. Die Ursachen für Keratokonus sind unterschiedlich. Interessant war dahingehend der internationale Kollegenaustausch, der eine Zunahme von Hornhautverformungen durch auffallend starkes Augenreiben hervorhob. Keratokonus bedeutet eine fortschreitende Ausdünnung und Vorwölbung der Hornhaut des Auges. Ein Keratokonus ist mit einer schwankenden oder abnehmenden Sehschärfe verbunden.

Viele Keratokonus-Patienten kommen zu uns, weil sie ihre Sehschärfe überprüfen lassen wollen oder auch weil sie sich mit Hilfe des Augenlaserns oder ICL Linsen die Brillenfreiheit wünschen. Im Anfangsstadium wird der Keratokonus häufig mit einer Hornhautverkrümmung verwechselt. Bei einer umfangreichen Untersuchung der Hornhautstruktur können unsere Augenspezialisten die typischen Wölbungen des Keratokonus schon im Frühstadium entdecken. Je früher der Keratokonus entdeckt wird, desto größer ist die Chance, mit einer stabilisierenden Behandlung, dem Cornea Cross Linking, entgegenzuwirken, um eine Hornhauttransplantation zu vermeiden.

Besser, Sie fassen sich nicht direkt ins Auge und gehen vorsichtig und sanft mit Ihren Augen um. Patienten mit Augenerkrankungen müssen besonders umsichtig sein, um die Beschwerden nicht zu verschlimmern.