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Makuladegeneration

Altersbedingte Makuladegeneration (AMD)

Die altersbedingte Makuladegeneration (AMD) ist die häufigste Ursache für eine Sehbehinderung in den westlichen Industriestaaten. Die Makula (Gelber Fleck) enthält die wichtigsten Sinneszellen des Auges. Der Ausdruck Gelber Fleck bezieht sich auf den eingelagerten gelben Farbstoff (Lutein), der das Auge vor schädlichen UV-Strahlen schützt. Wenn die Netzhaut der Makularegion geschädigt wird, kommt es zum Verlust des zentralen Sehens und damit des Scharfsehens und des Lesevermögens. Das Blickfeld wird in der Mitte des Auges stark herabgesetzt und beeinträchtigt das Erkennen naher Gegenstände.

Die Augenkrankheit Makuladegeneration bleibt für Betroffene lange Zeit unbemerkt, da erste Veränderungen weder Schmerzen noch Sehstörungen verursachen. Häufig tritt die Degeneration der Makula zunächst nur an einem Auge auf und der Sehverlust wird durch das andere Auge über einen längeren Zeitraum ausgeglichen. Innerhalb der nächsten Jahre entwickelt sich bei über etwa der Hälfte der Patienten auch eine Makuladegeneration am anderen Auge.

Die Ursachen der Makuladegeneration können vielseitig sein

Die altersbedingten Durchblutungsstörungen bei der Makuladegeneration haben vielfältige Gründe und Erkrankungen sind oft genetisch bedingt. Die Entstehung einer Makuladegeneration beeinflussen aber auch Faktoren wie Diabetes, Bluthochdruck, Nikotin, Immundefizite, fehlerhafte Ernährung, Vitaminunterversorgung oder auch Stoffwechselstörungen.

Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen können frühzeitig eine AMD erkennen und erhöhen die Chancen auf eine erfolgreiche Makuladegeneration Behandlung.

Die Krankheit entwickelt sich in zwei unterschiedlichen Formen:

  • die trockene Makuladegeneration und
  • die feuchte Makuladegeneration.

 

Feuchte Makuladegeneration

Die schnell verlaufende feuchte Makuladegeneration ist die häufigste Ursache für Erblindung jenseits des 60. Lebensjahres. Bei 15 - 20% der Makuladegenerations-Patienten entwickelt sich die feuchte Form der Erkrankung, die unbehandelt zur Leseblindheit führt. Unter der Netzhaut bilden sich krankhaft veränderte Blutgefäße, aus denen Flüssigkeit austritt, die in das Netzhautgewebe eindringt. Schwellungen, Makulaödeme, entstehen, die Sinneszellen werden geschädigt und sterben ab. Die feuchte Form der altersbedingten Makuladegeneration verläuft schneller und aggressiver als die trockene.

Trockene Makuladegeneration

Rund 80% der betroffenen Patienten erkranken an der frühen trockenen (atrophen) Form der Makuladegeneration. Im frühen Stadium bilden sich erste kleine Ablagerungen (Drusen) unter der Netzhaut, die von den Betroffenen unbemerkt bleiben. Die Durchblutung wird in der Aderhaut gestört. Im Laufe der Zeit verstärkt sich die Sehstörung in der Netzhautmitte und führt zu einer Sehverschlechterung, die besonders beim Lesen auffällt. Bei der trockenen Makuladegeneration gehen die Sehzellen langsam und schleichend zugrunde. Eine trockene Makuladegeneration kann jederzeit in die feuchte Makuladegeneration übergehen. Warum und wann dies geschieht ist bisher unbekannt.

Übergang von der trockenen zur feuchten Makuladegeneration

Makuladegeneration Symptome: Sichtbare Anzeichen für ein Fortschreiten der Augenkrankheit sind z.B. gerade Linien, die plötzlich krumm und gebogen erscheinen. Beispielsweise werden rechtwinklige Fensterkreuze verzogen wahrgenommen. Die Lesefähigkeit nimmt immer mehr ab. Farben erscheinen weniger intensiv, Kontraste verschwimmen, die Blendungsempfindlichkeit ist gesteigert und die Umstellung auf Hell/Dunkel-Lichtverhälnisse bereitet Schwierigkeiten.

Ein typisches Zeichen für den Übergang von der trockenen zur feuchten Form ist eine akute Sehverschlechterung mit zentralen Gesichtsfeldausfällen. Dabei erscheint in der Mitte des Blickfeldes ein dunkler Fleck, der sich vergrößert. Betroffene können zwar eine Uhr sehen, nicht jedoch die Uhrzeit erkennen. Die Symptome der Makuladegeneration können unterschiedlich ausgeprägt sein und variieren. Da sich die Degeneration der Makula in der Regel auf das Blickzentrum beschränkt, bleibt das äußere Gesichtsfeld und somit eine Orientierungsmöglichkeit erhalten.

Makuladegeneration Test
Amslergitter Test AMD, Makuladegeneration

Makuladegeneration Test: Hilfsmittel zur Selbstkontrolle

Eine einfache Möglichkeit zur Früherkennung einer Makuladegeneration bietet der Amsler-Gitter-Test der bei jedem Augenarzt erhältlich ist. Dieser Selbsttest lässt schnell erkennen, ob Betroffene an einer Sehstörung leiden. Nehmen Patienten Lücken oder gebogene Linien wahr, sollten sie unverzüglich ihren Augenarzt aufsuchen.

Bei der Therapie gegen altersbedingte Makuladegeneration können Medikamente helfen

Für die Altersbedingte Makuladegeneration stehen verschiedene Therapien / Makuladegeneration Operationen zur Verfügung, die eine AMD Erkrankung nicht heilen, jedoch die Auswirkungen lindern können. Medikamente mit gefäßwachstumshemmenden Substanzen VEGF-Hemmer (Vascular Endothelial Growth Factor), haben sich dabei bewährt. Die feuchte Makuladegeneration lässt sich durch die VEGF-Therapie mit lokalen Augeninjektionen in der Regel eindämmen, verzögert das Fortschreiten der AMD, bzw. hält sie auf. Die dabei verwendeten Medikamente wie Lucentis® Ranibizumab, Eylea® Aflibercept oder Avastin® Bevacizumab, können das Gefäßwachstum hemmen. Die ambulante Makuladegenerationsbehandlung wird in der Centro Klinik im sterilen Operationssaal mit hochauflösenden Mikroskopen unter Reinstraumklimaverhältnissen durchgeführt. 

Moderne Diagnostik

OCT (Optische Kohärenz-Tomographie) und digitale Fluoreszenzangiografie