Grauer Star (Katarakt)

Grauer Star, auch Katarakt - Trübung der Augenlinse

Ein Grauer Star (die Katarakt) ist eine Eintrübung der klaren Augenlinse, die zu einer Verschlechterung der Sehqualität führt. Die häufigste Ursache für den Grauen Star ist der natürlicher Alterungsprozess, der fast jeden Menschen im Alter betrifft. Während die natürliche Augenlinse in jungen Jahren völlig klar ist, kann sich die Linse im Laufe des Lebens eintrüben und lässt nicht mehr genügend Licht ins Auge fallen. Unbehandelt kann der Graue Star zu einer starken Sehbehinderung führen und die Sehschärfe weiter verschlechtern.

Der Graue Star ist in der Regel gut zu behandeln und kann operativ behoben werden. Bei der Star – OP können Patienten durch die Implantation von Linsen mit Zusatzfunktionen profitieren. Dazu gehören beispielsweise Multifokallinsen, die ein scharfes Sehen in der Ferne und Nähe zum Lesen ermöglichen. Brillen oder Kontaktlinsen werden mit implantierten Multifokallinsen nach der Grauen Star Operation überflüssig. Andere sinnvolle Eigenschaften von Linsen sind Blaufilter zum Netzhautschutz oder asphärische Linsen für erhöhten Kontrast oder torische Linsen zur Astigmatismuskorrektur.

Erste Symptome für Grauer Star können sein:

- Erhöhte Licht- und Blendungsempfindlichkeit – vor allem nachts und bei starkem Sonnenlicht
- Nebelschleier
- Verschwommensehen, Sehen von Doppelbildern in einem Auge
- Farben verblassen, nehmen in Helligkeit und Leuchtkraft ab
- Konturen verschwimmen
- Schlechte Sehkraft bei Dunkelheit
- Häufige Veränderung der Brillenstärke

Wie wird der Graue Star (die Katarakt) behandelt?

Die einzige erfolgreiche Behandlung ist eine Graue Star Operation, die Katarakt OP (Phakoemulsifikation). Medikamente, wie Tabletten oder Tropfen, neue Brillengläser oder andere alternative Verfahren, können den Grauen Star nicht beheben. Bei der Grauen Star OP wird die eingetrübte Linse entfernt und durch eine neue, klare Kunstlinse (medizinisch: Intraokular-Linse)ersetzt. Die Operation des Grauen Stars (Katarakt) kann in der Regel ambulant durchgeführt werden. Für die Schmerzfreiheit während des Eingriffs sorgen unsere Fachärzte für Anästhesie, die sich seit über 20 Jahren auf Betäubungsverfahren bei Augenoperationen spezialisiert haben.

Der Zeitpunkt des Eingriffs wird vom Patienten zusammen mit dem Augenchirurgen bestimmt und richtet sich nach der „Reife“ des Stars und den Beschwerden des Patienten. Wird der Seheindruck durch den Grauen Star erheblich eingeschränkt, sollte die eigene getrübte Linse durch eine klare Kunstlinse ausgetauscht werden.

Der Erfolg jedes Eingriffs am Auge erfordert höchste Präzision und langjährige Erfahrungen des Augenchirurgen. Moderne Operationstechniken, die bei der Behandlung des Grauen Stars wünschenswert sind, bedürfen einer präzisen präoperativen Diagnostik inklusiver High-End Technologien. Die perfekte Berechnung der Kunstlinse sichert mit der optimalen Zentrierung der Linse ein gutes Ergebnis. Und das ein Leben lang. 

Die Vielfalt der Linsensysteme bietet die Chance, für jeden Patienten die individuell beste Lösung zu finden.

Bei der Wahl der Kunstlinse sollten die Qualität und die Möglichkeiten zur Korrektur der Fehlsichtigkeiten Vorrang haben. Der erste Schritt für ein optimales Sehvermögen ist das Gespräch mit unseren Augenspezialisten. Dabei spielen die medizinischen Voraussetzungen des Auges neben den persönlichen Wünschen der Patienten eine große Rolle.

Multifokallinsen bieten die Möglichkeit ohne Brille in der Ferne und Nähe sehen zu können

Mit innovativen Multifokallinsen können Patienten ihren Grauen Star beseitigen und gleichzeitig ihre Fehlsichtigkeit korrigieren lassen. In der Regel benötigen Patienten nach der Implantation von multifokalen Linsen keine Brillen oder Kontaktlinsen mehr zum Lesen. 

Auch vorhandene Hornhautverkrümmungen können durch sogenannte torische Multifokallinsen ausgeglichen werden. Die Patientenzufriedenheit mit Multifokallinsen ist sehr hoch. Unsere Patienten berichten immer wieder darüber, wie froh sie über die Unabhängigkeit von Brillen sind, gerade beim Autofahren, Fernsehen, Schminken oder Lesen. Mit der Nah-Fern-Funktion einer multifokalen Linse wird mehr Sicherheit und mehr Komfort geboten.

Monofokallinse – sphärisches oder asphärisches Design?

Monofokallinsen ermöglichen in der Regel eine scharfe Sicht in der Ferne. Das Sehen in der Nähe bleibt jedoch unscharf, und es wird auch nach der Grauen Star OP eine Lesebrille oder eine Gleitsichtbrille benötigt. Die Standardlinse hat eine sogenannte monofokale sphärische Optik. Bei dem herkömmlichen sphärischen Optikdesign kann es zu leichten Abbildungsschwächen im Randbereich kommen. Dieses Phänomen ist bei allen sphärischen Linsensystemen zu beobachten.

Die asphärische Optik einer Monofokallinse kann zu einer verbesserten Bildqualität führen. Asphärische Linsen bieten eine optimierte Fokussierung der Lichtstrahlen auf der Netzhaut. Der Vorteil besteht in einem besseren Sehen und auch ein stärkeres Kontrastsehen bei schlechten Lichtbedingungen. Zum Schutz der Netzhaut verfügt die asphärische Kunstlinse über einen integrierten UV- und Blaulichtfilter.

Torische Linsen

Torische Linsen können eine vorhandene Hornhautverkrümmung (Astigmatismus) korrigieren. Es gibt sie in multifokaler und monofokaler Variante. 

 

Weitere Informationen:

Premiumlinsen Design, Linsentypen

Ablauf

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