Wie funktioniert denn eigentlich die LASIK?LASIK ist die Abkürzung für Laser-assistierte in situ-keratomileusis. Das heißt, dass mit einem Laserstrahl ein chirurgischer Eingriff an der zentralen Hornhaut unter einem schützenden Hornhautdeckelchen durchgeführt wird. Hierdurch wird das Bild, das auf die Netzhaut projiziert wird, verbessert. Am Beginn der LASIK wird zunächst eine nur 0,16 mm dünne Hornhautlamelle, der sogenannte Flap, mit einem Motor-Mikrokeratom (ein hochpräzises Hornhautmesserchen) eingeschnitten.
Hier sehen Sie eine schematische Darstellung des Schnittvorganges.
Diese Lamelle (der Flap) kann jetzt wie ein Buchdeckel zur Seite geklappt werden.
Nun wird das innere Hornhautgewebe mit dem Laser modelliert.
Diese Modellation erfolgt je nach Art der Fehlsichtigkeit im Zentrum (bei Kurzsichtigkeit, linkes Bild) oder in der Peripherie (bei Weitsichtigkeit, rechtes Bild) der Hornhaut. Voraussetzung hierfür ist natürlich, dass das Auge vor dem Eingriff einer umfangreichen Untersuchung mit verschiedenen Spezialgeräten unterzogen wurde. So müssen für eine erfolgreiche LASIK - Behandlung sowohl die genaue Oberflächenbeschaffenheit der Hornhaut, die Krümmung und Dicke der Hornhaut als auch die Größe der Pupille unter verschiedensten Lichtbedingungen exakt vermessen werden. Nach der Modellierung des inneren Hornhautgewebes wird der Flap wieder zurückgeklappt. Wegen der Ansaugkräfte innerhalb der Hornhaut muss der Flap anschließend nicht vernäht werden.
Da mit diesem Verfahren die Hornhautoberfläche kaum verletzt wird, verursacht es auch kaum Schmerzen nach dem Eingriff. Außerdem können mit der LASIK im Vergleich zur photorefraktiven Keratektomie (PRK/LASEK) höhere Fehlsichtigkeiten korrigiert werden. Außerdem treten im Verhältnis zur PRK nach einem LASIK-Eingriff deutlich weniger Schmerzen auf und die Wiederherstellung des Sehvermögens verläuft nach einer LASIK deutlich schneller, weswegen wir die LASIK als hornhautchirurgischen Eingriff deutlich favorisieren, wenn die erforderlichen Gegebenheiten wie Hornhautdicke dies erlauben. Die meisten Patienten können schon am ersten Tag nach der Operation deutlich besser sehen, das endgültige Ergebnis stellt sich nach Ablauf aller Heilungsvorgänge nach etwa 3 bis 6 Monaten ein. Nach der Operation sollte der Patient für etwa eine Wochen antibiotische Augentropfen zur Vermeidung einer Infektion nehmen. Zusätzlich empfehlen wir jedem Patienten, über einen Zeitraum von ein bis drei Monaten konservierungsstoff-freie Tränenersatzmittel zu benutzen. |
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