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Da die Korrekturmöglichkeit bei der refraktiven Hornhautchirurgie (LASIK) auf etwa -10 Dioptrien bei der Kurzsichtigkeit, auf etwa +5 Dioptrien bei der Weitsichtigkeit und ebenfalls auf 5 Dioptrien bei der Stabsichtigkeit (Hornhautverkrümmung) begrenzt ist, wurden implantierbare Kontaktlinsen entwickelt. Bei den implantierbaren Kontaktlinsen (ICL) unterscheidet man zwischen vor der Iris platzierten Linsen (Vorderkammerlinsen) und hinter der Iris platzierten Linsen (Hinterkammerlinsen). Die körpereigene Linse behält dabei ihre Naheinstellungsfähigkeit (Akkommodation). Mit diesen Linsen kann die Kurzsichtigkeit in einem Bereich von -10 bis etwa -20 Dioptrien, und die Weitsichtigkeit in einem Bereich von +3 bis etwa +8 Dioptrien korrigiert werden. Das Verfahren selbst wird ambulant durchgeführt und ist zudem auch sehr schonend zum Auge, da der zentrale Teil der Hornhaut nicht verändert wird. Weitere Vorteile liegen in der guten Vorhersagbarkeit der Ergebnisse, der schnellen Rehabilationszeit und der Reversibilität des Eingriffes, da die Linse jederzeit entfernt werden kann. Eine eventuelle Nachkorrektur ist auch jederzeit durch den Austausch der Linse möglich. Während der Voruntersuchnug wird auch die Hornhautinnenseite mit Hilfe eines computergestützten Endothelzellmikroskopes untersucht, um optimale Operationsvoraussetzungen zu sichern. Mikroskopisches Bild der innersten Schicht der Hornhaut (Endothelzellen) Für die Implantation der Linsen wird das Auge am Rand der Hornhaut 2.5 bis 5 mm breit eröffnet. Die Schnittöffnung wird so gestaltet, dass sie sich am Ende der Operation von selbst verschließt und in der Regel nicht genäht werden muss. Die Operation wird unter örtlicher Betäubung und unter sterilen Bedingungen in unserem OP durchgeführt und dauert etwa 15 Minuten.
Implantationsbeispiel für eine vorderkammergestützte Linse Für besonders hohe Fehlsichtigkeiten können die implantierbaren Kontaktlinsen mit der LASIK kombiniert werden - das sogenannte Bioptics. Hierbei werden die Vorteile beider Verfahren optimal ausgenutzt, und die Nebenwirkungen, die bei alleiniger Anwendung eines Verfahrens bei extrem hohen Fehlsichtigkeiten auftreten können, deutlich reduziert. Welches Verfahren für Sie schlussendlich in Frage kommt, kann nur nach einer ausgedehnten Untersuchung und einer individuellen Beratung entschieden werden. Wenn noch Fragen zur implantierbaren Kontaktlinse oder zum Ablauf der Behandlung offen geblieben sein sollten, können Sie mit uns selbstverständlich auch persönlich Kontakt aufnehmen. |
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