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Die Hornhaut ist das Fenster des Auges. Sie besteht aus 5 übereinanderliegenden Schichten: 1. Das Epithel , die äußere Deckschicht 2. Die Bowman´sche Membran 3. Das Hornhautstroma 4. Die Descemet´sche Membran 5. Das Hornhautendothel, die innere Deckschicht Die Hornhaut trägt mit etwa 43 Dioptrien zu etwa 2/3 der Gesamtbrechkraft des Auges bei. Dieser hohe Anteil an der Brechkraft wird auch gezielt für die Korrektur von Fehlsichtigkeiten eingesetzt. Trübungen an der Hornhaut können nach schweren Verletzungen, bei genetischer Disposition wie dem Keratokonus (fortschreitende Hornhautverdünnung mit immer stärkerer Hornhautverkrümmung) oder der Fuchs´schen Endotheldystrophie, aber auch nach schweren Infektionen, wie sie zum Beispiel nach dem Tragen weicher Kontaktlinsen auftreten können (Akantamöbenkeratitis), auftreten. Sehr schwere Trübungen können in der Regel nur mit Hilfe einer Hornhauttransplantation, der sogenannten Keratoplastik, behandelt werden. Hierbei wird die zentrale Trübung scheibenförmig entfernt und von einem Spenderauge die neue, klare Hornhaut mit sehr feinen Fäden eingenäht. Je nach Grundkrankheit müssen nach der Transplantation spezifische Augentropfen benutzt werden, um eine gute Abheilung zu erreichen und postoperative Abstoßungsreaktionen zu vermeiden. Die Fäden werden in der Regel nach etwa 12 Monaten entfernt.
Auge links vor und rechts nach Hornhauttransplantation (Keratoplastik) |
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